Beim Wandern hat man den Vorteil, dass die meisten Beschwerden temporär sind und schlimme Verletzungen aufgrund des langsamen Bewegungsablaufes vermieden werden. Eine tückische Verletzung ist allerdings der Bänderriss. Dieser kann nicht nur beim Wandern entstehen, sondern bereits beim morgendlichen Aufstehen. Eine blöde Bewegung reicht aus, damit Du Dir Dein Band auf absurde Art und Weise abreißt. In diesem Artikel möchte ich Dir meine Erfahrung mit einem Bänderriss etwas näher bringen.

Die ersten Schritte bei einem Bänderriss:

Du solltest bei einer Verletzung immer auf Deinen Körper hören. Passiert eine Bänderverletzung während dem Wandern sollte die Wanderung unverzüglich abgebrochen werden. Zusätzlich empfiehlt sich ein rascher Besuch bei einer Unfallchirurgie. Ich persönlich habe mich bei meiner Tour auf dem Löwenpfad „Berta-Hörnle“ verletzt und musste entsprechend die Unfallchirurgie in Göppingen aufsuchen.

 

Die Tage nach einem Bänderriss:

In den darauf folgenden Tagen besteht die Behandlung aus Erholung – in den meisten Fällen muss ein Bänderriss nämlich nicht operiert werden. Das Band wird entlastet, hochgelagert und gekühlt. Zusätzlich erhielt ich eine Orthese, die mein Fuß weiter stabilisieren sollte. In bestimmten Fällen erlaubt einem der Arzt – aber erst nach einigen Wochen – ein leichtes Training um die Muskulatur weiter zu stärken. Dadurch konnte und durfte ich nach drei Wochen das erste Mal wandern gehen.

 

Vor der Wanderung mit Bänderriss:

Zuallererst musste ich mir neue Schuhe zulegen, die ausreichend Platz für meine Füße und Orthese bieten. Zusätzlich habe ich auf die Erfahrungen von anderen zurückgegriffen und mir hohes Schuhwerk besorgt, weil dort der Halt für das Fußgelenk besser gegeben ist. Um Überstrapazierungen zu vermeiden wählte ich eine kleine Tour. Die ganze Geschichte und Vorbereitung hatte mich sehr an unseren Artikel „Wandern für Anfänger“ erinnert. Auch meine Wanderschuhe hatte ich entsprechend aus diesem Artikel gewählt.

 

Meine Erfahrung beim Wandern mit Bänderriss:

Zugegeben das Wandern läuft mit Bänderriss etwas anders ab als gewohnt. Man ist langsamer und vorsichtiger unterwegs. Der Fokus liegt beim Band und es wird regelmäßig überprüft ob denn schon Schmerzen zu erkennen sind. Erst nach dem zweiten oder dritten Mal wandern wurde das Ganze besser. Ich wurde sicherer, der Fokus lag bei der Natur und das Selbstvertrauen war zurück.

 

Meinungen unserer Leser:

Tim: Mit so Verletzungen sollte kein Wanderliebhaber leichtsinning umgehen. Bänder kann man nicht mal eben bei Bedarf austauschen, die brauchst du bis zum Ende deines Lebens. Erst nach ausgiebigen Austausch mit meinem Arzt habe ich meine erste Wandertour geplant und durchgeführt.

Karolin: Ein Bänderriss kann unterschiedlicher nicht sein. Nach meinem ersten Riss war ich fast 6 Wochen ohne Sport. Beim zweiten Riss durfte ich nach drei Wochen bereits wandern gehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*