Nahezu jeder Dritte in Deutschland leidet an Rückenschmerzen, weshalb dies zum Volksleiden Nummer 1 gehört. Eine Ursache kann der Rucksack beim Wandern sein. In unserem Bericht Rückenschmerzen durch Wanderrucksäcke klären wir euch über die Ursachen auf und wollen euch Tipps geben, wie ihr das Volksleiden Rückenschmerzen vermeiden könnt. Deshalb zeigen wir euch auf welche Dinge ihr vor und nach dem Kauf achten müsst. Wer sein Wissen über den perfekten Wanderrucksack noch erweitern will, sollte unbedingt unseren Wanderrucksack Test lesen!

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Doch zunächst einmal die Frage: Wie entstehen Rückenschmerzen durch den Rucksack beim Wandern?
Die Hauptlast wird vom mittleren Rücken getragen. Dabei funktioniert der untere Teil des Rückens wie eine Federung zwischen Becken und Rucksack. Um eine neutrale Position zu halten muss der untere Rücken dafür hart arbeiten, was die Muskeln und Bänder strapaziert und überlasten kann, woraufhin Rückenschmerzen entstehen.

Auf was müsst ihr beim Kauf achten?

Nun zu den Kriterien die ihr vor dem Kauf beachten solltet um Rückenschmerzen durch den Wanderrucksack vorzubeugen.
Die beiden wichtigsten Kriterien sind die Polsterung und die Größe.

Polsterung

Die Gurte müssen auf das zu tragende Gewicht abgestimmt werden können, weshalb sie entscheidend beim Tragen sind und somit auch ausreichend gut gepolstert sein sollten.
Auch das Rückenteil sollte eine gute Polsterung besitzen, denn es bildet die Verbindung zwischen Rücken und Rucksack.

Größe

Ein Wanderrucksack darf nicht zu groß sein. Bestimmt wird die Größe anhand der Rückenlänge. Diese wird gemessen von der Oberkante des Schulterblattes bzw. dem 7. Nackenmuskel bis zur Oberkante des Beckenknochens. Mit dieser Länge könnt ihr am Rucksack überprüfen ob dieser passend für eure Größe ist.

Rucksack richtig packen

Ein weiterer wichtiger Faktor, um Rückenschmerzen durch den Wanderrucksack vorzubeugen, ist das richtige Packen des Rucksacks. Dies ist mindestens genauso wichtig, wie ein richtig eingestellter Rucksack, denn nicht selten wiegen die Rucksäcke beim Wandern 15kg oder mehr. Hier sollte man darauf achten, dass das beträgt. Beachtet dabei auch schon das Eigengewicht Rucksackgewicht ein Viertel bis maximal ein Drittel des eigenen Körpergewichtes des Rucksackes. Es ist also wirklich wichtig, sich tatsächlich auf das Nötigste zu beschränken.
Alle Gegenstände sollten fixiert und fest verstaut werden, denn das Herumfliegen der Gegenstände erzeugt eine Gegenbewegung. Diese auszugleichen kostet den Rücken mehr Kraft als die meisten denken.
Bei leichteren Touren sollte sich der Schwerpunkt auf Schulterhöhe und nahe am Rücken befinden. Der Rucksack kann hier breiter gepackt werden. Bei Wanderungen im alpinen Gelände, bei denen das Gleichgewicht mehr beansprucht wird, sollte sich der Schwerpunkt weiter unten befinden. Hier sollte der Rucksack kompakter gepackt sein, damit er auch durch engere Spalten passt.

Auch wichtig, um Rückenschmerzen durch den Rucksack zu vermeiden ist, dass dieser nicht einseitig gepackt ist, worauf man insbesondere achten muss, wenn dieser Seitentaschen besitzt. Hüfttaschen hingegen können den Rücken entlasten.

Die richtige Packweisewanderrucksack_packen_richtig

Oben im Aufsatz sollten nur leichte Gegenstände zu finden sein, wie zum Beispiel Karten, Lampe, Taschenmesser
In das Hauptfach können Gegenstände von leicht bis schwer gepackt werden, man sollte jedoch auf eine sinnvolle Strukturierung achten, damit man an all seine Sachen auch ran kommt.
Hat der Rucksack ein Bodenfach sollte dieses gut ausgefüllt werden, damit er dem gesamten Rucksack eine gewisse Stabilität verleihen kann. So kann die Ausrüstung nicht nach rechts oder links abknicken.
Zum Schluss sollte immer darauf geachtet werden, dass beide Trägergurte angelegt werden. Dadurch sind die Schultern und der Rücken nicht einseitig belastet.

Wer sich nun noch genauer informieren will, sollte unbedingt unseren Wanderrucksack Test lesen!

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